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Die Zementerhärtung beim Abbinden von Beton setzt Wärme frei - die so genannte Hydrationswärme. Während dies bei kleineren Bauten nur eine geringe Rolle spielt, stellt die Hydrationswärme bei grossen Betonmengen ein Problem dar. Dies gilt vor allem beim Tunnel- und Brückenbau. Die Temperatur im jungen Beton kann um bis zu 25°C ansteigen, das Volumen dehnt sich aus. Nach dem Abbinden kühlt der Beton wieder ab und zieht sich dabei zusammen - dies kann zu Zwangsspannung und damit zu Rissbildung führen. Deshalb sollte die Verarbeitungstemperatur des Betons von Anfang an gesenkt und kontrolliert werden, damit die maximale Temperatur beim Abbinden einen definierten Wert nicht übersteigt. Obwohl diese Werte von Bau zu Bau, von Land zu Land verschieden sind, sollte bei sommerlichen Temperaturen ein Kühlsystem eingesetzt werden, damit die Prozessstabilität gewährleistet ist.